DDR-Diktatur soll stärker im Schulunterricht behandelt werden
[Walsrode]. Vertreter der Jungen Union (JU) Soltau-Fallingbostel nahmen am 13. August an einer Gedenkaktion der JU Niedersachsen zum 47. Jahrestag des Mauerbaus teil. Bei einer Demonstration vor der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei in Hannover errichteten die Mitglieder der CDU-Jugendorganisation symbolisch eine Mauerreplik. „Wir protestieren damit gegen die Weigerung der SED-Fortsetzungspartei „Die Linke“, sich einer umfassenden Aufarbeitung der DDR-Diktatur und der Verbrechen zu stellen, die im Namen der SED und der allgegenwärtigen Stasi begangen wurden“, erklärte der JU-Kreisvorsitzende Björn Giesler. Die Aktion der Jungen Union wurde bundesweit in den Landeshauptstädten durchgeführt. Mehr als 100 JU-Mitglieder aus ganz Niedersachsen nahmen an der Demonstration in Hannover teil.
Die Behauptung der Linken, ihre Partei habe sich bereits klar und eindeutig zu ihrer Vergangenheit als SED positioniert, ist scheinheilig. Die Junge Union fragt sich, weshalb dann beispielsweise die DDR von niedersächsischen Fraktionsvorsitzenden der Linken, Manfred Sohn, als der gerechtere Teil Deutschlands verklärt wird. Warum lobt Gregor Gysi vor der Niedersächsischen Landtagswahl die Kandidaten seiner Partei. Unter diesen Kandidaten waren auch zahlreiche ehemalige oder gar noch aktive Kader der linksextremen DKP. Den besten Beweis für die mangelhafte Auseinandersetzung der Linken mit ihrer eigenen Vergangenheit lieferte kurz nach der Landtagswahl die neue Abgeordnete Christel Wegner. Sie bekannte sich eindeutig zu Mauer und Staatssicherheit. „Der Sozialismus ist nicht die humanistischere und gerechtere Alternative zum System der Sozialen Marktwirtschaft. Er kann es auch nie werden. Die sozialistischen Ideen von Marx, Lenin und ihren Epigonen von heute sind nur durch den Verzicht auf Freiheitsrechte Einzelner durchsetzbar. Es gibt nur Freiheit oder Sozialismus! Alles andere ist heuchlerisch!“, betonte Björn Giesler. Der Sozialismus stehe in einem unauflösbaren Widerspruch zu den Idealen einer freiheitlichen Demokratie.
Björn Giesler wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass erst kürzlich der Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin den Umgang vieler Schulen mit der DDR-Vergangenheit kritisiert hatte. Laut einer Befragung von 5200 Schülern mehrerer Bundesländer bezeichnete demnach in Ostdeutschland nicht einmal jeder zweite Schüler, in Westdeutschland jeder dritte, die DDR nicht ausdrücklich als Diktatur. „Wir müssen sicherstellen, dass die DDR-Diktatur in Deutschland nicht verklärt wird. Die DDR-Diktatur müsste viel stärker in der Schule gelehrt werden“, sagte Björn Giesler. „Mit der Beteiligung an der bundesweiten Gedenkaktion will die Junge Union einen Beitrag leisten, um den verbrecherischen Charakter des SED-Regimes wieder verstärkt ins Bewusstsein zu rufen“, so Björn Giesler weiter.
Gerade die junge Generation soll wissen, dass die DDR kein Sozialparadies, sondern eine menschenverachtende Diktatur war. Sozialistische Allmachtsphantasien führen nicht zu Gerechtigkeit und Freiheit, sondern zu Armut und Unterdrückung. Unter den Augen der Weltöffentlichkeit wurde am 13. August 1961 im Auftrag der SED-Diktatur eine Mauer errichtet, die Deutschland und die Welt 28 Jahre teilen sollte. Noch heute behaupten Vertreter der SED-Fortsetzungspartei „Die Linke“, die Mauer habe 1961 „den Frieden in Europa und der Welt erhalten“. Und schon zu DDR-Zeiten wurde die Mauer als „antifaschistischer Schutzwall“ verklärt. Bis zum Tag des Mauerfalls am 9. November 1989 bezahlten mehr als 1.000 Menschen aus dem Osten Deutschlands ihre Sehnsucht nach Freiheit mit dem Leben.
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